Der Skipper

Im richtigen Berufsleben arbeitete der Skipper als Lehrer an einer gewerblichen Berufsschule, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Vor über 30 Jahren hat er bei einem Campingurlaub an der See mit der Jolle des Zeltnachbarn die Schönheiten des Segelns entdeckt. Danach folgte der Kauf einer Contender Jolle, relativ erfolglose Teilnahme an einigen Regatten und jahrelang herrliche Wochenend- und Urlaubszeiten am und auf dem Wasser verschiedenster Seen. Neben den unvermeidlichen amtlichen Scheinen folgten ab Ende der Achtziger Jahre die ersten Hochseetörns als Mitsegler, 1995 erstmals als Charterskipper und seit 2000 auch als Skipper für Kojencharterunternehmen.

Warum denn ausgerechnet Segeln?

Man muss seine Träume realisieren, wenn nicht jetzt, wann dann? Die beste Zeit ist immer hier und heute. Diese klugen Sprüche stammen nicht vom Schreiber dieser Zeilen, sondern von dem römischen Dichter Quintus Horatius Flaccus, besser bekannt unter seinem lateinischen Namen Horaz. Von ihm stammt der Ausspruch „Carpe Diem“, was übersetzt soviel heißt wie „Nutze den Tag“! Carpe Diem, ein Inbegriff dessen, was heute wieder viele Menschen bewegt – Lebenskunst. Horaz war stets darauf bedacht, sich seine Freiheit im Denken und Handeln zu bewahren, er unterschied sich vor allem durch seine humorvolle Lebensüberlegenheit von anderen Zeitgenossen. Sein Habitus war geprägt von starker persönlicher Färbung, wenn es geboten schien, ausreichend Distanz zu Politik und Obrigkeit, nicht in den Tag hinein leben, sondern ihn nutzen. In diesem Sinne!